Patienten-Ratgeber

Physiotherapie Rezept: Gültigkeit, Kosten und Zuzahlung einfach erklärt

Alles, was Sie über Physiotherapie-Rezepte wissen müssen: Gültigkeitsdauer, Zuzahlung, Eigenanteile und was passiert, wenn das Rezept abläuft.

Redaktion Physiopraxen2425. Januar 20266 Min. Lesezeit
Physiotherapie Rezept: Gültigkeit, Kosten und Zuzahlung einfach erklärt

Wie lange ist ein Physiotherapie-Rezept gültig?

Eine Heilmittelverordnung für Physiotherapie muss innerhalb von 28 Kalendertagen nach dem Ausstellungsdatum begonnen werden. Wird die erste Behandlung nicht innerhalb dieser Frist durchgeführt, verfällt das Rezept und Sie benötigen eine neue Verordnung von Ihrem Arzt.

Wichtig: Es zählt der Beginn der Behandlung, nicht die Terminvereinbarung. Rufen Sie also zeitnah nach Erhalt des Rezepts in einer Physiotherapie-Praxis an. Über Physiopraxen24 finden Sie Praxen mit freien Kapazitäten in Ihrer Nähe.

Was steht auf einem Physiotherapie-Rezept?

Auf einer Heilmittelverordnung finden sich die Diagnose (ICD-10-Code), das verordnete Heilmittel (z. B. Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Lymphdrainage), die Anzahl der Behandlungen pro Verordnung (in der Regel 6) und die Behandlungsfrequenz (z. B. 1 bis 2x pro Woche).

Zusätzlich vermerkt der Arzt, ob es sich um eine Erstverordnung, eine Folgeverordnung oder eine Verordnung außerhalb des Regelfalls handelt. Bei chronischen Erkrankungen kann eine langfristige Genehmigung (sogenannter Langfristbedarf) beantragt werden, sodass Sie nicht alle sechs Wochen ein neues Rezept benötigen.

Welche Kosten kommen auf Kassenpatienten zu?

Gesetzlich Versicherte zahlen eine Zuzahlung von 10 Prozent der Behandlungskosten plus 10 Euro je Verordnung. Bei einer Verordnung über sechs Einheiten Krankengymnastik (Richtwert ca. 22 Euro pro Einheit) beträgt die Zuzahlung rund 23 Euro insgesamt. Die restlichen Kosten übernimmt die Krankenkasse.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von der Zuzahlung befreit. Erwachsene können sich bei ihrer Krankenkasse von der Zuzahlung befreien lassen, wenn die Belastungsgrenze von 2 Prozent des Bruttohaushaltseinkommens (bzw. 1 Prozent bei chronisch Kranken) überschritten ist.

Privatpatienten und Selbstzahler

Privatpatienten erhalten ebenfalls eine Verordnung vom Arzt, rechnen die Kosten aber direkt mit ihrer privaten Krankenversicherung ab. Die Erstattungshöhe hängt vom jeweiligen Tarif ab. Einige PKV-Tarife übernehmen Physiotherapie nur mit Verordnung, andere auch ohne.

Selbstzahler können Physiotherapie jederzeit ohne Verordnung in Anspruch nehmen. Die Kosten variieren je nach Praxis und Region: Krankengymnastik liegt bei 30 bis 60 Euro, Manuelle Therapie bei 40 bis 80 Euro und Osteopathie bei 60 bis 120 Euro pro Sitzung. Viele Praxen bieten Zehnerkarten mit Rabatt an.

Was tun, wenn das Rezept abläuft?

Wenn Sie die 28-Tage-Frist nicht einhalten konnten, benötigen Sie eine neue Verordnung. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an — in den meisten Fällen stellt er ein neues Rezept aus. Bei laufender Behandlungsserie (z. B. Unterbrechung durch Urlaub) darf die Pause zwischen zwei Terminen maximal 14 Tage betragen, sonst verfällt die restliche Verordnung.

Tipp: Buchen Sie Ihre Physiotherapie-Termine gleich im Block, um Lücken zu vermeiden. Über Physiopraxen24 können Sie Praxen finden, die auch kurzfristig Termine vergeben.

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Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt nicht die individuelle Beratung durch einen Arzt oder Physiotherapeuten. Bei Beschwerden suchen Sie bitte eine qualifizierte Fachperson auf. Praxis in Ihrer Nähe finden